Fußballfans sind keine Verbrecher!

Das Oberverwaltungsgericht Bremen urteilte in dieser Woche über eine Klage der Deutschen Fußball Liga (DFL) gegen das Land Bremen, nachdem dieses die erhöhten Kosten eines Polizeieinsatzes dem Verband in Rechnung gestellt hat. Demnach sei es zulässig, wenn die Länder bei sogenannten Hochrisikospielen entsprechende Gebührenforderungen an die Veranstalter erheben.

David JAHN, Landesvorsitzender der Jungen Liberalen (JuLis) Berlin, erklärt dazu:

„Wir halten die Inrechnungstellung von Polizeieinsätzen bei Risikospielen, wie es in Bremen praktiziert wurde, für äußerst kritikwürdig. Die Garantie der öffentlichen Sicherheit ist und bleibt eine staatliche Pflichtaufgabe. Den Berliner Senat fordern wir daher eindringlich dazu auf, dem Bremer Modell nicht zu folgen”

An dieser Haltung ändert auch die aktuelle Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts nichts. JAHN weiter:

„Berlin ist eine Stadt der kulturellen Vielfalt. Tagtäglich profitieren wir davon, dass Vereine und Private zahlreiche Veranstaltungen aller Art in unserer Stadt durchführen. Davon lebt Berlin. Es wäre ein Irrsinn, wenn wir nun über die Hintertür des Fußballs anfangen würden, eben jene für die Finanzierung der öffentlichen Sicherheit heranzuziehen, die Berlin erst zu dieser lebenswerten Stadt machen.”

Schon heute beteiligen sich die Vereine durch die Finanzierung und den Einsatz von Ordnern und dem Zahlen von Steuern und Abgaben an der Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit.

JAHN abschließend:

„Es sind nicht die Vereine oder die echten Fußballfans, die die hohen Kosten verursachen. Es sind Gewalttäter und Randalierer, die erhöhte Polizeieinsätze überhaupt erst notwendig machen. Die Präventionsmaßnahmen hinsichtlich dieser auszuweiten wäre ein richtiger Schritt.”