Holt die Toten aus den Gräbern!

Morgen, am 31. Oktober, werden zu Halloween wieder etliche Untote, Geister und Leichname  durch die Straßen der Hauptstadt ziehen – obwohl sie das eigentlich nicht dürften. Schließlich sieht das Berliner Bestattungswesen vor, dass Tote ausschließlich auf staatlichen Friedhöfen im Sarg oder der Urne beerdigt werden dürfen und diese nach Möglichkeit auch nicht mehr verlassen sollten.

 

Für die Jungen Liberalen JuLis Berlin ist klar, dass die Selbstbestimmung jedes Menschen auch den Tod mit einschließt. Wir sprechen uns daher für eine umfassende Reform des Berliner Bestattungswesens aus, die es nach erfolgter Kremierung erlaubt, die Asche des Verstorbenen beispielsweise mit nach Hause zu nehmen, auf Waldfriedhöfen zu bestatten, aber auch alternative Bestattungsmethode wie Raketenbestattungen ermöglicht.

 

Unser Landesvorsitzender Roman-Francesco ROGAT erklärt dazu:

 

„Halloween darf nicht der einzige Tag im Jahr bleiben, an dem wir mehr oder weniger echte Tote auch außerhalb der öffentlichen Friedhöfe akzeptieren. Für uns ist klar, dass es die intime Entscheidung eines jeden Menschen und seiner Angehörigen sein sollte, auf welche Weise man einmal beerdigt werden will. Wir wollen daher das Bestattungswesen so reformieren, dass nach erfolgter Einäscherung auch individuelle Bestattungsmethoden wie die Urne auf dem Kaminsims, die Beerdigung auf Waldfriedhöfen oder Alternativen wie eine Raketenbestattungen möglich werden, die es in anderen Ländern längst gibt. Wer sich auf einem Friedhof beisetzen lassen will, soll das selbstredend tun dürfen. Doch warum sollten Verstorbene bei ihrer letzten Ehrung nicht noch Sternenstaub kosten dürfen, statt auf einem Friedhof wortwörtlich ins Gras beißen zu müssen?“