Schwarzfahren zur Ordnungswidrigkeit machen

Der Berliner Justizsenator Dirk Behrendt (Bündnis ‘90/DIE GRÜNEN) hat in einem Interview mit dem „Tagesspiegel“ jüngst gefordert, Schwarzfahren als Ordnungswidrigkeit und nicht mehr als Straftat zu verfolgen.
Die Jungen Liberalen JuLis Berlin unterstützen diesen Vorstoß und fordern die Einführung von Kontrollsperren an S- und U-Bahnhöfen nach dem Vorbild Londons oder Amsterdams, um der steigenden Zahl von Schwarzfahrern Herr zu werden. Unser Landesvorsitzender Roman-Francesco ROGAT erklärt dazu:
Statt unsere ohnehin überlasteten Gerichte und Justizvollzugsanstalten auch noch mit fahrscheinlosen Bahnfahrern zu überfordern, ist die Verfolgung von Schwarzfahrdelikten als Ordnungswidrigkeit vollkommen ausreichend. Es ist hingegen enttäuschend, dass der Justizsenator keine Strategie vorlegt, um der steigenden Zahl von Schwarzfahrdelikten Herr zu werden. Berlin muss sich endlich europäische Metropolen wie London oder Amsterdam zum Vorbild nehmen und an S- und U-Bahnhöfen Kontrollsperren einrichten. Auf diese Weise ließe sich die Zahl der Fahrgeldbetrüger drastisch und nachhaltig reduzieren, sodass der Berliner ÖPNV nicht auch für die nächsten Jahre schwarz sehen muss.