Senat blockiert Hilfe für queere Zwangsverheiratete

Berlin. Wie kürzlich bekannt wurde, hat die AWO eine Wohnung angemietet, welche einen Schutzraum für queere Menschen bilden soll, die zwangsverheiratet worden oder davon bedroht sind. Anlässlich des Senats, welcher dafür nicht nur selbst kein Geld zur Verfügung stellen will, sondern als Teil des Stiftungsrates der Lotto-Stiftung auch noch aktiv Lotto-Gelder blockiert, erklärt der Landesvorsitzende der Jungen Liberalen (JuLis) Berlin, David JAHN:

„Wieder einmal zeigt sich, dass bei diesem Senat Anspruch und Wirklichkeit meilenweit auseinanderdriften. Obwohl sich die Regierungsparteien in ihrem Koalitionsvertrag auf die Einrichtung von Schutzräumen für queere Menschen geeinigt haben, passierte bisher mal wieder: Nichts. Die Liste unsozialer Taten eines angeblich sozialen Senats wird damit wieder um einen Punkt länger.“

Währenddessen bemüht sich die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Spree-Wuhle nach allen Kräften um den Erhalt der schon seit Mai angemieteten Wohnung. JAHN dazu:

„Ich begrüße den Tatendrang der AWO sehr. Sie beweist, dass gesellschaftliches Engagement nicht von dem Wohlwollen einzelner Politiker abhängen muss. Dass nun aber der Senat die Verantwortung von sich schiebt, ist nicht nur traurig und enttäuschend zugleich, sondern ein Schlag ins Gesicht für all jene, die sich mit Herz für andere Menschen einsetzen.“

JAHN abschließend:

„Ich fordere den Senat auf, schnellstmöglich das Schwarze-Peter-Spiel zu beenden und eine Lösung herbeizuführen. Und zwar langfristig, und nicht nur für maximal ein Jahr. Wer der Gefahr von Gewalt und Morden ausgesetzt ist, der braucht schnell eine Perspektive und nicht das Klein-Klein eines Senats, welcher mit der Berliner Politik hoffnungslos überfordert ist.“