„Szenedatei Sport“ die Rote Karte zeigen!

Die “Berliner Morgenpost” berichtete am 13. Oktober 2017 über erneute Kritik durch verschiedene Datenschützer an der sogenannten “Szenedatei Sport”. Anlass ist eine Antwort des Senats auf eine Anfrage der Linken-Abgeordneten Niklas Schrader und Hakan Taş, aus der hervorgeht, dass in den vergangenen eineinhalb Jahren 76 Anträge auf Datenauskunft über besagte Datei beim Landeskriminalamt eingegangen sind.

 

Für die Jungen Liberalen JuLis Berlin stellt die „Szenedatei Sport“ einen erheblichen und ungerechtfertigten Eingriff in den Datenschutz der Bürgerinnen und Bürger dar. Wir fordern daher die sofortige Abschaffung.

 

Unser Landesvorsitzender Roman-Francesco ROGAT erklärt dazu:

 

Wenn die sensiblen Daten von friedlichen Fans in einer Datei gespeichert werden, nur weil diese zur falschen Zeit am falschen Ort waren, stellt das einen massiven Eingriff in den Datenschutz der Bürgerinnen und Bürger dar. Bis heute kann der Senat nicht beziffern, ob und wie viele Straftaten durch diese Datei verhindert werden konnten. Ohne erkennbaren Nutzen ist dieser fragwürdige Eingriff nicht zu rechtfertigen. Es ist zwar begrüßenswert, dass sich nun Berliner Abgeordnete dieses Themas annehmen, bei handzahmer Kritik darf es an dieser Stelle aber nicht mehr bleiben. Das Abgeordnetenhaus muss dieses grobe Foul unserer Behörden endlich ahnden und der „Szenedatei Sport“ die Rote Karte zeigen.